Karmakorthäon

Spielzeit 2

Das letzte Banner

Wo war ich bei meinen Erzählungen stehen geblieben, alter Freund? Ach ja, uns war die Flucht vor dem Harlekin und den Drachengardisten gelungen, aber zu welchem Preis? Die Kinder und unsere beiden Kameraden waren verloren. Hätten wir Ihnen noch versucht zu helfen, wäre es sicherlich ehrenhaft gewesen, aber mehr als einen ehrenhaften Tod hätten wir vermutlich nicht zu gewinnen gehabt.

Aber so wie das Schicksal es mit unseren Kameraden und uns nicht gut meinte, war es doch sogleich wieder auf unserer Seite. Anders kann man es wohl nicht nennen, dass wir auf unserer Flucht gerade samt einem Teil des Letzen Banners in die Arme liefen oder sollte ich besser sagen, ich in ihre Fallgrube fiel. Zunächst nur in ihre Pfeile und Bolzen blickend, konnten wir Sie und besonders deren Anführer Arikarion und seinen ersten Gefolgsmann Gilion davon überzeugen, dass wir uns auf der Suche nach dem Letzten Banner auf den Weg in dieses abscheuliche Land gemacht hatten. Auch sie hatten viel zu lange keine Nachricht mehr aus Yol-Ghurmak erhalten. Dazu kam, dass ihr Versteck immer unsicherer zu sein schien und so befehligte Arikarion den Aufbruch in zwei Gruppen gen Yol-Ghurmak. Um weniger aufzufallen reiste eine Gruppe des letzten Banners voraus. Arikarion und Gilion begleiteten uns und wir zogen als zweite Gruppe nach, auf das man sich unbescholten in Yol-Ghurmak wiedersehen würde.

Unsere Reise führte uns also weiter hinein in dieses tote Land. Wir versuchten stets nur bei Tage zu reisen und wenn wir nachts unter dem Madamal rasten mussten, wurden die Wachen verdoppelt. Die ersten Nächte konnten wir noch mit einem Dach über dem Kopf rasten, ob in Praiosau in der Herberge „Weißes Haus“ oder in einer verlassenen Mühle in mitten einer Ascheheide. Aber selbst hier ließ uns das kratzen der Untoten an den Mauern der Mühle wenig zur Ruhe kommen. Weiter führte uns die Reise weiter über die Grenze nach Transysilien, wo uns die Nähe zum Dämonenkaiser immer gegenwärtiger wurde. Gekreuzigte und in Bußkäfigen dahinsiechende sollten sofort abschreckende Wirkung zeigen. Gilion konnte den Anblick nicht über sich bringen und verkürzte einem Dahinsiechenden seinen Weg zu Boron.

Was würde uns wohl noch im Herzen dieses Reiches erwarten....

Nach einer letzten Nacht in warmen vier Wänden in der Herberge zum „Goldenen Quell“ in Grenznähe, führte uns unser Weg in den Folgetagen durch die kalte Wildnis immer am Fluss und Waldesrand entlang Richtung Liliengrund. Immer wieder ungewöhnliche Ereignisse säumten unseren Weg. Plötzliche Stichflammen aus dem Lagerfeuer, ein mit Blut unterlaufenden Augen auf uns zustürmender Eber, Schlingpflanzen, schlagende Äste und angreifende Vögel, aber am ungewöhnlichsten war wohl dieser Baum, dessen Wurzeln nach uns griffen. Scheinbar mit dem Baum verwachsen waren alle möglichen Lebewesen und Gegenstände und unter anderem auch der Umhang des Mannes, der unseren Gefährten das Leben nahm und zuvor bereits Helvetians Schwert stahl. Aber genau dieses Schwert ein Erbstück seines Vaters ragte nun halb aus diesem Baum heraus und halb war es mit ihm verwachsen. Unter hohem Risiko von dem Baum verschlungen zu werden, gelang es Helvetian und uns sein Schwert dem Baum wieder zu entreißen und Ihm zu entrinnen.

Nach Tagen der Reise erreichten wir Wulfenhag ein Dorf direkt vor Liliengrund am Yslisee. Das ganze Dorf so schien es war auf dem Marktplatz vor einem Baum aus schwarzem Stein zusammengetrieben von Wachen in schwarzen Rüstungen. Auch wir wurden aufgefordert zum Väterchen des dunklen Feuers zu beten und ihm etwas Blut zu spenden. Bis auf Arikarion konnten wir alle mit einer List dem Spenden entgehen und so setzten wir unsere Reise unverzüglich in das nahgelegene Liliengrund fort. Unsere letzte Station auf dem Weg nach Yol-Ghurmak. Schnell fanden wir die Kontaktperson des Letzten Banners. Auch Yerodin Tralig hatte bis auf weiteres nichts vom Letzten Banner aus Yol-Ghurmak gehört und half uns daher gerne. Allerdings hatte er nur die Möglichkeit vier von uns bewaffnet an den Wachen als Begleiter einer Lieferung vorbeizubringen. So begleiteten Helvetian, Arikarion, Barax und Marik die Lieferung und der Rest von uns war gezwungen seine Waffen hier zu deponieren und unbewaffnet als normale Reisende die Stadt zu betreten. Die „Reisegruppe“ und auch die Lieferung passierte ohne Probleme das Tor. Hinter diesem erwartete uns ein wahrlich imposanter Anblick wohin man blickte. Einige von uns hatten in der letzten Zeit bereits viele imposante Orte gesehen, aber Yol-Ghurmak stellte wirklich vieles in den Schatten. Es war wahrlich nicht die Schönheit dieser Stadt, was man bei von Dämonenhand Erschaffenem wohl auch nicht erwarten kann, aber die schiere Größe und der Ausdruck der Macht den dieser Ort ausstrahlte löste an jeder Ecke neues Erstaunen und Ungläubigkeit aus.

Nachdem die Lieferung abgeliefert war machten wir uns wieder gemeinsam auf den Weg zum Unterschlupf des letzten Banners im Süden der Stadt. Im Keller des Hauses wurden wir nach kurzer Diskussion in ein Hinterzimmer geleitet, in dem wir mal wieder mit auf uns gerichteten Waffen empfangen wurden. Aber ein von unserer Kontaktperson in Liliengrund erhaltenes Amulett als Erkennungszeichen konnte die Situation schnell klären. Derian der Stellvertreter des letzten Banners und Arikarion konnten gerade noch klären, dass scheinbar beidseitig die Boten in letzter Zeit nicht angekommen waren und als Derian gerade von Neuigkeiten berichten wollte, fing das Amulett an Arikarions Hals an zu glühen. Wir konnten gerade noch erkennen, dass auch Derian so ein glühendes etwas am Hals trägt, als diese in einem riesen Knall explodieren und der Raum auch schon in Flammen stand und Chaos herrschte. Wir und das letzte Banner wurden verraten. Aber drüber nachzudenken, was genau geschah blieb uns keine Zeit. Als wäre das Feuer nicht genug, erscheinen wie aus dem nichts gerobbte Gestallten mit roten Kapuzen, blutigen Schwertern und schwarzer, fast steinern wirkender Haut, die alles was der faule Zauber am Leben gelassen hat, vernichten wollten. Uns gelang es unter Einsatz unserer letzten Kräfte und drüber hinaus die Gestallten zu töten, aber gerade Gilion von der Explosion und Marik sowie Barax waren schwer angeschlagen. Für uns gab es jetzt nur ein Ziel! So schnell wie möglich weg von diesem Ort, raus aus der Stadt und in Sicherheit. Auf dem Wagen mit dem wir die Lieferung in die Stadt brachten, verließen wir die Stadt durch das Nord Tor. Helvetian trieb die Zugpferde im Galopp gen Norden Richtung der umkämpften Grenze Richtung Kleinwardstein. Im höchsten Tempo preschten wir über die Grenzbrücke - nicht ohne Alarm auszulösen- weiter Richtung Burg Kleinwardstein, dem Ziel so nah, durch Wachgräben bis es schließlich passierte…. Kurz vor dem rettenden Ufer brach die Achse unseres Wagens. Die Pferde gingen durch, der Wagen überschlug sich und begräbt Arikarion unter sich. Es gelang uns ihn mit vereinter Kraft ihn zu befreien und wir stürmten weiter Richtung Festung. Im Schutz vorbeizischender Kugeln aus den Geschützen der Festung, gelang es uns in die sichere Stellung zu retten. Wir hatten die Schwarzen Lande wieder verlassen. Aber was hatten wir erreicht?


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