Die Saga Aventuriens - Kapitel V

Das Jahr des Feuers

Rückkehr des Kaisers

Er senkt den Stab des Vergessens hinab auf das Haupt des Drachen und er schließt die Augen. "Meer des Schmerzes, leere Dich." Und Dunkelheit umfängt seinen Geist.
Ziellos streift er umher, in ewiger Finsternis. Doch wo Dunkelheit ist, findet sich auch Licht. Plötzlich wird ihm bewusst, dass längst eine Stimme zu ihm spricht. Er versteht die Worte nicht, doch der Sinn wird ihm bewusst. Und dann versteht er es.
„Er ist unterwegs hierher, Fe Win' dha. Ich kann ihn spüren. Aber sein Funke ist fast erloschen." Sie sieht in die Finsternis der Nacht hinaus. Hier, nahe der Pforte ist alles so ruhig. „Es wird jetzt nicht mehr lange dauern, Feya. Tuel wird bald wieder bei Dir sein." Zärtlich nimmt sie ihre Gefährtin in den Arm und streicht ihr die Haare aus dem Gesicht. „Schon sehr bald."

„Lieber Helvetian,
Ich schreibe dir während wir uns in Gareth, nach der Salbung der Kaiserin, auf dem Weg machen in unser neues zu Hause. Es ist viel passiert aber dazu später.
Wie du ja weist bin ich mit Heldar den Traviabund eingegangen. Es tut mir leid für sein verhalten, aber er ist den Phexens Pfaden nicht so vertraut, die man manchmal ein geht um Gutes zu tun. Nun aber zu meiner eigentlichen Botschaft.

Da wir in Gareth in viel Zeit hatten wollte ich dir ein bisschen genauer über die Hochzeit berichten. Vorweg, ich hätte es auch gerne gesehen wenn du bei dieser Zeremonie dabei gewesen wärst. Das ließ sich in diesen dunklen Zeiten leider nicht verwirklichen. 

Nun dann, viel von den Vorbereitungen habe ich nicht mitbekommen, dies hat Heldar mit den anderen übernommen, als Überraschung. Natürlich erst nachdem Rommilys wieder sicher war. Es war eine sehr harte Schlacht mit einer eisigen Firunskälte, so stark das sogar der Dapart zugefroren war. Aber die wird dir Kubax bestimmt selber berichten. Kubax hatte die Wärmste Aufgabe von uns allen...

Nun zurück zur eigentlichen Geschichte, die Vorbereitungen liefen in vollem Gange und ich bekam das erst mit als ich mein Hochzeitskleid zur Anprobe bekam. Es war wunderschön, Samtgrün mit Gold verziert. Die Haare waren Hochgesteckt und mit kleinen Steinen besetzt. Ich hab es sogar geschafft für die Zeremonie meine Glücksbringer abzulegen und es ist nichts Schlimmes passiert.

Währen der Zeremonie waren alle mit denen wir die Schacht geschlagen haben anwesend. Das heilige Paar hat den Traviabund bei uns vollzogen und Ayla von Schattengrund reichte uns ihren Dolchen. Avalarion schmiedete uns unsere Ringe nachdem wie Heldar sie haben wollte, die überreichten wir uns gegenseitig nach dem Traviaschwur. Sogar Rohaja war anwesend und ihr liefen die Tränen. Alle waren sehr ergriffen von dem Bund und auch bei mir rollten die Tränen vor Glück. Ein Gefühl vom Wärme und Geborgenheit umgab mich wie ich es lange nicht mehr spürte. Nach der Zeremonie ging es zurück ins Schloss.

Kubax richtet uns ein Festmahl, das besser als man es in diesen Tagen erwarten konnte. Er kann halt aus allem ein Festmahl zaubern. Während der Feier bedanken wir uns nochmal bei alle ganz herzlich. Dass sie uns so einen schönen Tag, in diesen dunklen Zeiten, auf Dere beschert haben. Und Kubax der schon im Traviatempel die Tränen nicht verbergen konnte, liefen ihm auch nun wieder die Tränen.

Am nächsten Tag waren wir schon zum Aufbruch nach Gareth bereit und ritten mit Rohaja los.

Was in Gareth geschehen ist braucht ich dir nicht zu erzählen. Ich hoffe du hast das alle gut überstanden und bist nun nicht mehr in Lutisanas schuld. Ich bin ihr dankbar das sie dich gerettet hat aber mehr auch nicht. Nun komm ich zu dem Teil der Geschichte der ein trauriges Ende nimmt. 

Nach der Schlacht kam Rhazzazor wie angekündigt zurück und Avalarion setzte den Stab des Vergessens ein. Avalarion ist in Borons Hallen übergegangen. Und auch Lodrik gehörte zu Rhazzazors Opfern. Wir sind nach der Schlacht Richtung Punin aufgebrochen um Reos Körper zu holen. Und haben ihn zu den Salamandersteinen gebracht. Ich hoffe, dass er da das findet was er so lange gesucht hat. Wir konnte dich nach der Schlacht leider nicht finden, sonst hätten wir dir natürlich beschied gegeben.
Es tut mir leid, dass ich keine besseren Nachrichten für dich habe.

Morgen geht die Reise los, mit unserem Sohn der bald kommt in die neue Heimat Retogau. Nun die kleine Lynn ist jetzt Baronin, wer hätte das gedacht eine Streunerin aus Havena...

Ich gebe Kubax diesen Brief mit damit er dich auch erreicht. Eins noch, du bist auf unser Burg immer herzlich willkommen. Ich würde mich freuen dich hier zu sehen. Wenn du die Gaukler treffen solltest dann richte ihnen aus, das auch sie hier herzlich willkommen sind. Ich werde jetzt eine andere Mission angehen, eine die mir noch unbekannt ist. Ehefrau, Burgherrin und Mutter. Ich freue mich darauf.

Mögen die Götter mit dir sein.

In tiefster Freundschaft

Lynn Grimfold Baronin von Retogau"

„Sie trugen ihn auf eine Lichtung tief in die Wälder der Salamandersteine. Dort legten sie seinen Leichnam ab und entfernten die Tücher, in die er sorgfältig gewickelt worden war. Einer nach dem anderen nahmen sie Abschied von ihrem großväterlichen Gefährten und Freund durch viele Gefahren. Besonders dem Mädchen und dem Hügelzwerg fiel der Abschied schwer. Schließlich gingen sie, einer nach dem anderen, zurück in ihre Welt."

So gehört von einem wandernden Elf in den südlichen Ausläufern der Salamandersteine.

 In das Nichts der Finsternis mischt sich ein vertrautes Geräusch. Vögel zwitschern. Er kann die warme Sonne auf seiner Haut spüren und hören, was der Wind ihm erzählt. Als er seine Augen öffnet, fliegt er hoch über den Wipfeln der Bäume. Wind streicht durch sein Gefieder. Dort unten muss es sein. Viele Augen beobachten ihn aus vertrauten Gesichtern. Lange es her.

Ungläubig und zugleich neugierig sehen die Elfen ihn an als er landet und sich wieder in seine menschliche Gestalt verwandelt.
Und dann teilt sich die Menge und sie kommt langsam auf ihn zu. „Bist Du es wirklich, Tuel?" „Ich bin zur dir zurückgekehrt." Weinend fallen sie sich in die Arme und knien zusammen nieder. Von irgendwo erklingt eine vertraute Melodie. „Du bist wunderschön." Schluchzend vor ewigem Schmerz, der von ihr abfällt, vergräbt sie ihr Gesicht in seinen Haaren. „Du bist wieder da. Wir können wieder Ama werden. Nach so langer Zeit." „Ich war nie wirklich fort, Nevinia." Er steht auf und hilft ihr hoch. Nie wirklich fort, wiederholen die Elfen der Sippe seine Worte aus dutzenden Kehlen.

„Ist die Geschichte nun vorbei?" Die vertraute Melodie wird immer deutlicher und er muss lächeln. Zwischen den Elfen glaubt er, eine ihm bekannte Gestalt stehen zu sehen. Einen alten Freund. Erneut muss er lächeln.

„Nein." Ein zuversichtliches Lächeln liegt auf seinem jugendlichen Gesicht. „Eine Sache ist noch zu erledigen. Das letzte Kapitel fehlt noch in dieser Geschichte." Sie sieht ihn wissend an. „Sein Sohn?"

Avalarion küsst ihre Stirn und blickt ihr dann tief in die Augen. Fast unmerklich nickt er. "Das Ende ist viel ... ungewöhnlicher."


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