Die Saga Aventuriens - Kapitel VII

Die Zusammenkunft

Das Orkland

Wir entschieden uns drei Tage zu rasten nach unserem letzten Abenteuer. Es war der 9. Hesinde und haben durch das Erledigen unserer letzten Aufgabe haben wir 50 Dukaten Kredit bei der Gilde in Riva. Wir nutzten diesen um unsere Ausrüstung auf Vordermann zu bringen. Am 13. Hesinde brachen wir mit einem Drachenboot der Thorwaler auf nach Olport.  Als wir an dem Pier warteten begegnete ich einem guten alten Bekannten von mir, der mich gerne einkassieren wollte. Ich machte mich bereit mich ihm zu stellen und der ganzen Geschichte ein Ende zu setzen, aber als das Drachenboot der Thorwaler eintraf, das uns mitnehmen sollte, floh er. Der Kapitän des Schiffes war der berühmt berüchtigte Asleif Phileasson. Wir trafen dort auch Bjarki, der Skalde des Schiffes. Gegen Mittag verließen wir Riva gen Olport. 

Die Überfahrt war die reinste Hölle. Mir war kalt, ich war seekrank und müde. Ich konnte es kaum abwarten wieder festen Boden unter meinen Stiefeln zu haben oder meinetwegen auch das Wasser des Nebelmoors. Hauptsache runter von diesem verdammten Boot. Am Abend des 20. Hesinde trafen wir im Hafen von Olport ein. Ich und meine Mitreisenden kehrten in der Taverne „Blutiger Stumpf“ ein. Dort nahmen wir erst einmal ein Bad. Wir aßen etwas und tranken etwas namens Premer Feuer, ein scharfes stark alkoholisches Getränk.  Nach 2 Stunden trafen wir wieder Kapitän Phileasson.  Er brachte uns zu Garhelt, die oberste Hetfrau der Thorwaler und auch Tyros Prahe, wegen dem wir hier waren. Ich dachte ich würde diese Leute nicht so schnell wieder los. Obwohl ich zugeben muss, die Gesellschaft dieser Leute war nicht das schlimme. Aber ich konnte und wollte mich nicht den Dämonen meiner Vergangenheit stellen. Alleine zu bleiben war einfacher, aber ich würde nicht davonlaufen wenn ich auch diese Reise mit diesen Leuten machen musste. Prahe gab uns den Auftrag, das Orkland zu kartographieren. Er erzählte uns von einem Hort der dort existieren sollte. In diesem Hort sollten sämtliche Schätze der vergangenen Raubzüge   lagern. Tyros Prahe war besonders an einer Phiole mit einer klaren Flüssigkeit darin interessiert. Alle anderen Schätze dort waren für ihn nicht von Interesse, aber ganz sicher für mich. Uns wurde für diese Aufgabe ein Gespann zur Verfügung gestellt inkl. des Skalden Bjarki. Wir bekamen jeder eine Goldene Perle von Tyros, die in der Lage sein sollte jemanden von der Schwelle des Todes oder aus dem Totenreich zurückzuholen. Wir entschlossen uns in Olport zu überwintern und im Frühling ins Orkland aufzubrechen.

Ich schlug mein Winterlager abgelegen von den anderen auf. Aber immer wieder suchten einige von ihnen den Kontakt zu mir, besonders dieser ungehobelte Thorwaller. Ich war manchmal versucht dem Drang der Gesellschaft nachzugehen, doch ich konnte einfach nicht. Ich konnte und wollte mich auf niemanden verlassen oder eine Bindung welcher Art auch immer zu jemandem Pflegen. Zu präsent waren noch die Enttäuschung und der Schmerz des Verrats der an mir begangen wurde. Ich verlor zuviele geliebte Menschen, wie meine Eltern, die durch meine Schuld den Tod in einer Feuersbrunst fanden. Die Einsamkeit war Fluch und Segen zugleich für mich. Am 1. Phex erfuhren wir, das schon zuvor eine Expedition ins Orkland gereist, jedoch nicht zurückgekehrt war. Wir machten uns auf den Weg nach Enqui um dann von dort aus über den Seeweg zum Olochtai Gebirge zu gelangen das noch zwischen uns und dem Orkland ist.

Am 3. Phex machten wir uns auf das Gebirge zu durchqueren. Die Reise ist anstrengend, aber wir schafften es ohne nennenswerte Probleme. Am 17. Phex verließen wir das Gebirge und befanden uns nun offiziell im Orkland. Bjarki begann sogleich damit alles zu kartographieren. Wir schlugen ein Lager auf und wurden in der Nacht von 2 Trollen überrascht. Wir schafften es jedoch, die beiden davon zu überzeugen uns nicht zu verspeisen. Allerdings verloren wir dadurch einen Teil unseres Proviants, vorallem den Teil unseres Süßkrams. Am 20. Phex schlugen wir unser Lager am Rande eines Waldes auf, nach dem wir vorher gen Süd Osten gereist waren. Wir schickten Therion los, um zu jagen, leider schoss er einen Sonnenluchs. Eine wirklich reife Leistung, aber Phex sei Dank, war das nicht mein Vergehen. In der Nacht wurden wir von einem wirklich erstaunlichen Geschöpf geweckt. Bei Rondra, es handelte sich um ein Einhorn. Ich konnte nicht glauben, dass diese Ehre ausgerechnet mir zuteil wurde. Bei den Göttern, unsere Mission schien unter einem guten Stern zu stehen. 

Am nächsten Tag fanden wir eine Siedlung der Orks. Die Siedlung bestand aus spitz zulaufenden Zelten und die Orks betrieben dort sowas wie Ackerbau. Ich hätte nicht gedacht dass das möglich war. Ich dachte immer, das Orks Wilde waren, doch wie es scheinbar lag ich falsch. Später am Tage trafen wir auf einen Bären der auf Therion zuläuft. Meine Kameraden flohen, doch ich stellte mich dem Bären um dem Rest die Flucht zu ermöglichen. Ich konnte nicht zulassen dass ihnen etwas geschah, denn obwohl ich kein Interesse daran hatte, sie näher kennenzulernen, wollte ich sie nicht für meine Fehler bezahlen lassen. Bei dem Kampf wurde ich fast getötet, aber gemeinsam schafften wir es den Bären zu töten. Das war Knapp, zu Knapp für meinen Geschmack.

Am Morgen des 22. Phex sahen wir in einiger Entfernung zum Lager wieder das Einhorn. Von Neersand, unsere Magierin, näherte sich dem Tier und bei den Göttern sie konnte es sogar berühren. Sie schien wahrlich gesegnet zu sein! Das Einhorn schien ihr etwas zeigen zu wollen.  Es deutete mit dem Kopf nach Osten und wir folgten dieser Fährte. Am Rande eines Sumpfes schlugen wir unser nächstes Nachtlager auf. Jedoch lockte das Feuer verfluchtes Getier an. Wir wurden von einem Schwarm Moskitos überfallen. Diese Moskitos schienen die Fähigkeit zu haben, uns die Erinnerung zu rauben. Es uns nur unter großer Anstrengung den Moskitoschwarm zu vertreiben. 

Plötzlich gesellte sich ein Echsenmensch zu uns, er war der erste den ich zu Gesicht bekam.  Er zeigte uns eine Pflanze die Insekten abhalten soll und bietet uns an, uns durch den Sumpf zu geleiten, aber Bjarki misstraut ihm und bezeichnete ihn als „Hrangas Brut“. Sofort entbrannte eine Diskussion, ob dem Echsenmenschen zu trauen war. Auf jeden Fall weigerte sich Bjarki ihm zu folgen. Ich hielt mich da lieber heraus. Ich respektierte seinen Glauben, jedoch war es in dieser Situation eher hinderlich und es würde uns voranbringen, wenn wir dem Echsenmenschen folgten. Gerade als dachte, dass man diese Diskussion auch anders beenden könnte, wurde diese, nicht sehr ehrenvolle, Aufgabe von einem Schlinger übernommen, der den Echsenmenschen mit einem Biss verschlang.  Dieses Mal stellte ich mich dem Biest nicht und versuchte zu fliehen. Rodrik und Bjarki jedoch bekämpften den Schlinger. Therion schaffte es schließlich den Schlinger mit einem Schuss ins Auge zu töten. Seine Hand wurde bei diesem Schuss womöglich von den Göttern geführt.  Bjarki wurde in diesem Kampf schwer verletzt, nur die Kraft der Goldenen Perle konnte ihm, Phex sei Dank, das Leben retten.  Wir verließen den Sumpf und schlugen ein neues Nachtlager auf. 

Am nächsten Morgen schickten wir Therion erneut als Späher voraus, um einen Weg um den Sumpf herum zu finden, den er auch fand. Am 26. Phex hatten wir den Sumpf umgangen.  Wir standen nun vor dem Wald in dem wir zuvor noch das Einhorn verschwinden sahen. Die Bäume darin bestanden aus schwarzem Holz.  Je weiter wir in den Wald vordrangen, desto finsterer wurde es. Es war eine unheimliche und beklemmende Umgebung. Es erinnerte mich an das Nebelmoor. Wenigstens würden wir hier keine nassen Stiefel bekommen. Überall konnte man Spinnenweben in den Kronen der Bäume und im Geäst erkennen. Dieser Wald war ein Riesenkokon in dem wir gerade einen kleinen Spaziergang machten. Ich fragte mich, ob das die Strafe der Götter für meine Vergehen war.  Kurz darauf bemerkten wir große Spinnen, die uns, in der Hoffnung auf ein großes Mahl bereits erwarteten. Von Neersand schafft es uns durch irgendeinen Zauber „Beine zu machen“ und so konnten wir den Spinnen und dem Spinnenwald entkommen. Nicht unweit vom Wald entfernt trafen wir auf einen alten Mann der sich uns als Tuel vorstellte. Er hatte mit seinem Gespann Achsbruch erlitten.  Wir reparierten seinen Wagen und aßen anschließend zusammen. Von Neersand sagte uns, dass irgendein Zauber im Begriff ist bei dem Mann abzuklingen, was auch immer das bedeuten sollte. Der Alte beförderte auf der Ladefläche seines Wagens unter anderem eine Truhe, in der etwas hauste, was sprechen konnte. Oder die Truhe selbst sprach, was der alte Menschenmann jedoch abstritt. Was auch immer es damit auf sich hatte wird ein Rätsel bleiben, denn alle entschieden sich dazu den Mann ziehen zu lassen. Ich musste mich dieser Entscheidung leider beugen. Er erzählte uns allerdings vorher noch von 2 Eichen, die, wie wir wussten, zu dem Hort der Orks führen sollte, von dem Tyros Prahe sprach. 

Wir folgten dieser Fährte und erreichten am 27. Phex die Ruinen einer Stadt, die etwa die Größe von Lowangen hatte. Dort lebten Wesen, zierlicher als Orks, mit spitzen Ohren, jedoch genauso behaart wie Orks. Sie schienen eine Mischung aus Elfen und Orks zu sein. Von solchen Wesen hatte ich noch nie zuvor gehört. Wir umgingen die Stadt und kamen gegen Mitternacht an einem kleinen Wäldchen an. Das Wäldchen stand am Fuße eines Gebirges wo wir feine Linien sahen, die sich durch das Gestein zogen im im Mondlicht leuchteten. Diese leuchtenden Linien führten uns zu den 2 Eichen die einen vermeintlichen Eingang schützten. Als wir uns dem vermeintlichen Eingang näherten, schlugen die Eichen nach uns und versperrten uns den Weg. Der einzige, der nicht geschlagen wurde, war Therion. Wir hielten uns also an ihn und so konnten wir die Eichen passieren. Wir kamen an eine Eisentür die von Therion mit einem Amulett, dass er in der vorherigen Nacht fand, geöffnet werden konnte. Wir kamen in einen Eingangsbereich, von dem aus eine weitere Tür tiefer in den Berg hineinführte. Vor der Tür stand ein Mann, der uns begrüßte und sich dann in Luft auflöste. Die Tür, vor der wir standen, bestand nur aus Papier und wir traten ein. Durch einen Gang kamen wir in einen Raum, der keinen Boden hatte. Wir bemerkten, dass der Boden nicht fehlte sondern aus Glas bestand. Unter dem Glasboden konnten wir Spieße und Skelette erkennen. Wir durchquerten diesen Raum und einen weiteren Gang zur nächsten Tür. Wenn man diese Tür öffnete, schloss sich eine weitere dahinterliegende. Alle außer mir und Talaen gingen in diesen Raum. Die Drei fanden sich in Dunkelheit wieder und plötzlich fiel Rodrik eine Art Gang hinunter. Wir alle mussten Rodrik folgten.   Der Raum nun war stockfinster und wir hatten keine Fackeln. Es dauerte eine Weile, bis wir eine Art Mechanismus fanden, der aus Zahnrädern bestand. Nach unzähligen Versuchen den Mechanismus zu knacken verlor ich die Geduld und schloss den Mechanismus mit meinem Schwert auf, indem ich einfach wahllos und kräftig darauf einschlug. Es öffnet sich eine Tür und wir sahen wieder den Kerl der uns begrüßt hatte und die Schatzkammer der Orks. Wir wurden nun vor die Wahl gestellt zu gehen oder zu bleiben. Ich konnte es nicht fassen, aber der Mann der uns vor diese Wahl stellte, war Phex persönlich. Wir konnten uns nun Gegenstände von einem Tisch aussuchen. Ich wählte einen sehr schlichten Ring. Jeder von uns bekam außerdem noch eine goldene Münze, auf der eine Sonne abgebildet war und die Phiole, die Tyros Prahe wollte. Phex wollte nun noch ein Spiel mit einem Klingelmann mit uns spielen, doch wir lehnten ab, obwohl er uns in Aussicht stellte, dass wir dabei sehr reich werden konnten. Sollten wir verlieren, müssten wir jedoch dort bleiben, was uns dazu bewog abzulehnen. Wir verließen die Schatzkammer dann durch ein Portal und kamen im Svellttal wieder ans Tageslicht. Von dort aus reisten wir weiter nach Hilvalla. 

Am Nachmittag des 28. Phex erreichten wir Hilvalla. Dort trafen wir auf Sanya Winterkalt, die wir aus dem Nebelmoor gerettet hatten. Sie war deutlich älter als damals, und so erfuhren wir, dass es inzwischen 14 Hal war. Wir hatten 8 Jahre im Orkland. Es war unglaublich. Ich fragte mich was hier mit mir geschah. Mich beschlich der Gedanke ich Teil von etwas Großem war. Womit hatte ich das verdient. Bei Rondra, ich hatte andere Sorgen. Mit Sorgenfalten schaute ich in eine unbekannte Zukunft, doch was auch immer sie uns bringen sollte, ich würde nicht kampflos untergehen. 


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